För­der­pro­jek­te

rotes-ross-fenster-fuerthDie AG Alt­stadt­ver­schö­ne­rung im Ver­ein hat sich seit ge­rau­mer Zeit Ge­dan­ken dar­über ge­macht, wie der Alt­stadt­ver­ein den In­itia­to­ren von Bau­pro­jek­ten oder wei­te­rer Ver­schö­ne­rungs­ide­en ver­stärkt fi­nan­zi­ell un­ter die Ar­me grei­fen kann. Als Er­geb­nis wol­len wir die zu­sam­men­ge­stell­ten Richt­li­nie be­kannt ge­ben, die wir am Tag der of­fe­nen Tür, dem 7. Au­gust 2010, erst­mals vor­ge­stellt ha­ben.

 

Füh­rung zu den För­der­pro­jek­ten

Es wä­re zu auf­wen­dig hier die ein­zel­nen Pro­jek­te der letz­ten 40 Jah­re noch­mals auf­zu­füh­ren, weil viel da­von in den er­schie­ne­nen Alt­stadt­blädd­la zu le­sen ist. Da­her möch­te ich mich auf ei­ne Schil­de­rung der Füh­rung hier be­schrän­ken, die am 18. Ju­li, un­se­rer Ju­bi­lä­ums­fei­er, statt fand und auf die je­wei­li­gen För­der­mit­tel auf­merk­sam ma­chen.

Der Waag­platz und die Waag­stra­ße bil­den das Zen­trum des ver­eins­mä­ßi­gen En­ga­ge­ments. Es sind zu er­wäh­nen die selbst er­brach­te Ar­beits­leis­tung für die Rück­fas­sa­de von Kö­nig­stra­ße 65 von 300 Stun­den so­wie zu­sätz­li­chen 4.000 DM und die För­de­rung der Rück­fas­sa­de von Kö­nig­stra­ße 67. Dann die Ei­gen­leis­tung von 1.100 Stun­den für die Re­no­vie­rung und Um­bau der ehe­ma­li­gen Frei­bank 1982. Dar­über hin­aus wur­den 250.000 DM für den Kauf der Im­mo­bi­lie als Ver­eins­heim so­wie 18.000 € für de­ren Sa­nie­rung 2005 auf­ge­wen­det. Ge­nannt wer­den muss auch, dass der Ver­ein 9.000 DM für die Stra­ßen­la­ter­nen am Waag­platz bei­gesteu­ert hat, die heu­te zum be­schau­li­chen Am­bi­en­te bei­steu­ern.

In der Waag­stra­ße fällt die neu re­stau­rier­te Fas­sa­de vom Ro­ten Ross auf, die mit 10.000 € un­ter­stützt wur­de und als An­er­ken­nung an die Ei­gen­tü­mer­ge­mein­schaft gel­ten kann, sich für das äl­tes­te Wirts­haus in Fürth zu en­ga­gie­ren. Auf der glei­chen Stra­ßen­sei­te gab es Zu­schüs­se für das An­we­sen Nr. 3, so­wohl für das Wohn­haus wie auch das Kleins­te Haus und wir ha­ben 600 € für die Wie­der­her­stel­lung der Weih­nachts­säu­le aus­ge­ge­ben. Die zum An­we­sen Waag­stra­ße 5 ge­hö­ren­de Tor­an­la­ge konn­te mit 1.800 € un­ter­stützt wer­den.

Die Gus­tav­stra­ße 36, ein zum Grü­nen Baum ge­hö­ren­des „Hand­ros-Gut“ konn­te 1984 be­zu­schusst wer­den so­wie die Re­stau­rie­rung des An­we­sens Gus­tav­stra­ße 29. Für den Stor­chen­schlot Gus­tav­stra­ße 20 wur­den sei­ner­zeit 5.000 DM auf­ge­wen­det. Das ehe­ma­li­ge Schlos­ser­an­we­sen Obe­re Fi­scher­gas­se 3 wur­de 1981 un­ter­stützt und im da­hin­ter lie­gen­den An­we­sen Pfarr­gas­se 1, des­sen Ab­riss der Ver­ein nicht ver­hin­dern konn­te fand 1997 ei­ne Be­grü­nungs­ak­ti­on zur Ver­schö­ne­rung die­ses Win­kels statt. Hin­zu­wei­sen wä­re auf die 1. of­fi­zi­el­le ar­chäo­lo­gi­sche Aus­gra­bung, die vor die­ser Ak­ti­on statt­fin­den konn­te, bei der ei­ne noch nicht be­kann­te Kno­chen­schnit­zer­werk­statt ent­deckt wur­de. Die Frei­le­gung des schö­nen Fach­werks mit Zim­mer­manns­zei­chen von 1676 im An­we­sen Un­te­re Fi­scher­stra­ße 9 wur­de eben­falls vom Ver­ein ho­no­riert.

Auch bei der Fach­werk­frei­le­gung Hei­li­gen­stra­ße 25 der Scheu­ne Peg­nitz­str. 29 ha­ben wir uns be­tei­ligt. Über den Schrö­ders­hof ging die Tour zum Kir­chen­platz, um auf die Be­tei­li­gung von 15.000 DM an den Zif­fer­blät­tern der Turm­uh­ren an der Mi­cha­els­kir­che so­wie die 10.000 DM Un­ter­stüt­zung des „Würz­bur­ger Mo­dells“ im Ki­ta-Aus­bau hin­zu­wei­sen. Dar­über hin­aus ha­ben wir die wie­der an­ge­brach­ten Fens­ter­lä­den am Pfarr­haus mit 3.000 € ge­för­dert.

Das ers­te För­der­pro­jekt des Ver­eins fin­det sich im An­we­sen Gus­tav­stra­ße 46, das von No­vem­ber 1977 bis Ja­nu­ar 1978 mit 60 Ar­beits­stun­den zur Frei­le­gung des Fach­werks so­wie 1.500 DM Fi­nanz­mit­tel un­ter­stützt wer­den konn­te. Auch der Markt­platz bil­det ein För­der­zen­trum in un­se­rer Alt­stadt. Das An­we­sen Nr. 10, Vor­der­haus so­wie die Scheu­ne im so ge­nann­ten Brehms­hof fan­den Un­ter­stüt­zung. Das An­we­sen der ehe­ma­li­gen Bä­cke­rei Na­gel Nr. 11 wur­de für die Frei­le­gung des Fach­werks ge­wür­digt. Die Ein­rich­tung der ehe­ma­li­gen Back­stu­be be­fin­det sich heu­te im Stadt­mu­se­um. Beim An­we­sen Nr. 5, dem so­ge­nann­ten Stad­lers­hof hat der Ver­ein den mu­schel­för­mi­gen Gie­be­lauf­satz ge­för­dert und die Brun­nen­ab­de­ckung im Hof mit 1.300 € un­ter­stützt. Die Frei­le­gung des Fach­werks der ge­gen­über­lie­gen­den Nr. 4 war dem Ver­ein 20.000 DM wert.

Im An­we­sen Kö­nig­stra­ße 37 ha­ben wir uns an der Er­ker­sa­nie­rung be­tei­ligt und da­für ge­sorgt, das Gie­bel­stein des ab­ge­ris­se­nen An­we­sens Ge­leits­gas­se 2 in der Fas­sa­den­wand an­ge­bracht wer­den konn­te und da­mit als Mahn­mal für das flä­chen­sa­nier­te Gäns­berg­vier­tel ge­se­hen wer­den kann. Die Tor­an­la­ge Kö­nig­s­tr. 27, die zum Ge­burts­zim­mer von Wil­helm Lö­he führt, und auf­wen­dig wie­der­her­ge­stellt wor­den ist wur­de mit 4.000 € un­ter­stützt. In der wei­ter ab­wärts lie­gen­den Wil­helm Lö­he Stra­ße 14–16 ha­ben wir uns bei Schutt und Müll­aus­räu­mung be­tei­ligt, dass das An­we­sen wie­der vor­bild­lich sa­niert wer­den konn­te. Über den Red­nitz­hof ging es zur Rück­sei­te von Kö­nig­stra­ße 17, wo heu­te das Spiel­ge­län­de ei­ner Ki­ta zu fin­den ist mit dem noch klei­ne­ren „kleins­tem Haus“ im Gar­ten als Spiel­haus aus ech­ten Sand­stei­nen.

En­ga­giert hat sich der Ver­ein mit 5.000 € für die Er­ker­sa­nie­rung an der Vor­der­front zur Kö­nig­stra­ße. Zu­rück ging es über den Gol­de­nen Schwan, des­sen Fas­sa­de zur Kö­nig­stra­ße vom den Ver­eins­mit­glie­dern 1979 mit 250 Ar­beits­stun­den frei ge­legt wur­de. Dar­über hin­aus ha­ben wir uns für die Neu­ver­gol­dung des Schwans, der zwi­schen­zeit­lich ge­stoh­len war, ein­ge­setzt. Den Ab­schluss der Tour bil­de­te die Fas­sa­de Kö­nig­s­tr. 63, wo die Frei­le­gung der ei­ser­nen Ro­set­ten im Ein­gangs­be­reich des „Schatz­käst­lein“ un­ter­stützt wer­den konn­te.