Er­ker Kö­nig­stra­ße 17

20130908_Knigstrae17_ErkerDas Ge­bäu­de Kö­nig­stra­ße 17 ist prä­gend für das Denk­mal­ensem­ble an der Zu­fahrt zum Grü­nen Markt. Es ist Teil der his­to­ri­schen Alt­stadt von Fürth, die noch weit­ge­hend in ih­rer mit­tel­al­ter­li­chen Grund­struk­tur er­hal­ten ist. Die un­te­re Kö­nig­stra­ße war frü­her ei­ne Haupt­ach­se der Alt­stadt und lan­ge Jah­re auch Bun­des­stra­ße B8 mit ent­spre­chen­dem Durch­gangs­ver­kehr.

Es han­delt sich um ein Wohn- und Ge­schäfts­haus mit meh­re­ren An­bau­ten an der rück­wär­ti­gen Sei­te. Von den Nach­bar­häu­sern ist das Haus durch je­weils ei­ne Brand­gas­se (Rat­zen­gang) ge­trennt. 143 Jah­re lang war in dem Haus ei­ne Dro­ge­rie un­ter­ge­bracht. Am 31. März 1994 wur­de die­se end­gül­tig ge­schlos­sen. In der Zeit von 2010 – 2014 wur­de das Ge­bäu­de grund­le­gend sa­niert und um­ge­baut. Heu­te be­her­bergt es ei­ne Kin­der­ta­ges­stät­te und 5 Woh­nun­gen

Bau­ge­schich­te des An­we­sens Kö­nig­stra­ße 17

1665/66
(dend­ro­chro­no­lo­gisch) wur­de das Haupt­ge­bäu­de im heu­ti­gen Auf­bau zwei­ge­schos­sig mit drei­ge­schos­si­gem Sat­tel­dach er­rich­tet. „Fei­er­abend­zie­gel« von ca. 1670 be­fin­det sich im Stadt­mu­se­um Schloß Burg­farrn­bach, Nut­zung im EG als Spe­ze­rei­wa­ren­han­del, Bä­cke­rei, Woh­nun­gen in den Ober­ge­schos­sen

ca. 1825
Um­bau La­den im EG über die kom­plet­te Brei­te, Zu­gang zu Woh­nun­gen in den Ober­ge­schos­sen über Sei­ten­ein­gang im Wes­ten

1854
das An­we­sen Red­nitz­hof 1 wird zu­ge­kauft  (La­ger)

1934
das Haus Red­nitz­hof 5 wird zu­ge­kauft mit An­bau (Mo­tor­rad­ga­ra­ge) (ehem. Sei­le­rei)

1944
schwe­rer Bom­ben­scha­den in Kö­nig­stra­ße 17 u. Red­nitz­hof 1+5

1945
pro­vi­so­ri­scher Wie­der­auf­bau Kö­nig­stra­ße 17 u. Red­nitz­hof 1 mit „Flü­geln«

1960
Ver­grö­ße­rung der Schau­fens­ter, An­brin­gen ei­ner Fas­sa­den­ver­tä­fe­lung aus Sand­stein im EG so­wie ei­ner Leucht­schrift

2010
Sa­nie­rung des Ge­bäu­des und Um­bau­ten für die heu­ti­ge Nut­zung

Im Rah­men der Ver­städ­te­rung wur­den vie­le ur­sprüng­li­che Fach­werk­häu­ser im Lau­fe des 18. Jahr­hun­derts ver­putzt und be­malt. Im Rah­men der Haus­sa­nie­rung wur­de das Fach­werk des Gie­bels in Ab­stim­mung mit dem Denk­mal­amt wie­der frei­ge­legt. Da­bei kam am Er­ker ein Fach­werk zum Vor­schein, den es so in Fürth nur noch ein Mal (Kö­nig­s­tr. 37) gibt. Der Alt­stadt­ver­ein hat die Sa­nie­rung des Er­kers fi­nan­zi­ell un­ter­stützt.