Schlagwort: Men­schen

Der Alt­stadt­ver­ein Fürth sagt DANKE!

Siegfried Meiner dankt den anwesenden Helfer*innen

Sieg­fried Mei­ner dankt den an­we­sen­den Helfer*innen

Seit 39 Jah­ren ver­an­stal­tet der Alt­stadt­ver­ein Fürth den jähr­li­chen Weih­nachts­markt am Waag­platz, so auch zu­letzt im De­zem­ber 2018. Da­bei wer­den die Markt­stän­de des Alt­stadt­ver­eins stets mit vie­len frei­wil­li­gen Mit­ar­bei­tern aus ört­li­chen In­itia­ti­ven, Ver­ei­nen, Par­tei­en und Grup­pie­run­gen so­wie von vie­len Ver­eins­mit­glie­dern be­setzt, al­so Men­schen, die dem Alt­stadt­ver­ein eh­ren­amt­lich hel­fen und so­mit ei­nen un­ver­zicht­ba­ren Bei­trag für den Ver­ein leis­ten.

Ge­denk­fei­er zum 150. Ge­burts­tag von Fritz Oer­ter

Gedenktafel: Fritz Oerter, 1869 - 1935

Ge­denk­ta­fel: Fritz Oer­ter, 1869 – 1935

Am 19. Fe­bru­ar wä­re der Schrift­stel­ler und An­ar­cho-Syn­di­ca­list aus Fürth 150 Jah­re alt ge­wor­den. Oer­ter hin­ter­ließ ein um­fang­rei­ches Werk mit po­li­ti­schen Kom­men­ta­ren, ly­ri­schen Tex­ten und Ge­dich­ten, die meist ei­ne tref­fen­de All­tags­be­ob­ach­tung wäh­rend und nach den bei­den Welt­krie­gen in Fürth dar­stell­ten. Da­ne­ben en­ga­gier­te er sich u.a. 1919 im Für­ther Ar­bei­ter­rat wäh­rend der Bay. Rä­te­re­pu­blik und warn­te ein­dring­lich vor dem im­mer nä­her kom­men­den Na­tio­nal­so­zia­lis­mus der 1930er Jah­re.

Dan­ke­schön für al­le Hel­fer am Weih­nachts­markt 2017

Der tra­di­tio­nel­le Weih­nachts­markt am Waag­platz wird stets von frei­wil­li­gen Kräf­ten in den Ge­trän­ke- und Es­sens­bu­den be­treut. Als klei­nes Dan­ke­schön hat der Alt­stadt­ver­ein er­neut al­le frei­wil­li­gen Hel­fer des Weih­nachts­mark­tes zu sich ein­ge­la­den. Bei ei­nem Glas Sekt be­grüß­te der neu ge­grün­de­te Chor des Alt­stadt­ver­eins die An­we­sen­den. Nach ei­nem span­nen­den Fürth-Quiz wur­de das Buf­fet er­öff­net.

Fo­tos: (C) Färd­der­la

Spen­den­über­ga­be des Alt­stadt­ver­ein an die United Kil­trun­ners e. V.

United Kil­trun­ners e.V. hat­te nun be­reits zum zwei­ten Mal die Eh­re, den Waf­fel­stand des Für­ther Alt­stadt­weih­nachts­mark­tes ma­na­gen zu dür­fen.

Unterstützung des Rikscha-Projektes

Spen­den­scheck für­die United Kil­trun­ners e.V.

Im Bild (Fo­to­graf: Fried­rich Böli­an) von links nach rechts: Sieg­fried Mei­ner (AV); Ste­fan Herr­mann (Vor­stand United K.); Dag­mar Geb­hardt (AV); Ste­fan Hild­ner (Kas­sier AV; Spar­kas­sen Haupt­ge­schäfts­stel­len­lei­ter); Dag­mar Schick (UK); Flo­ri­an Köp­sel (UK); Ste­fa­nie Herr­mann (UK); Mi­cha­el Rin­ger (Vor­stand UK); Udo Schick (Vor­stand UK); An­ke Neu­bert (UK)

Das Alt­stadt­ver­eins-Team um Sieg­fried Mei­ner ver­sorg­te die kil­ti­gen Waf­fel­bä­cker nicht nur mit ei­nem neu­en Stand, Waf­fel­teig und Zu­be­hör.

Auch für das leib­li­che Wohl der zahl­rei­chen Cha­ri­ty-Bä­cker, wel­che sich im Schicht­be­trieb ab­wech­sel­ten, wur­de bes­tens ge­sorgt. So­dass letzt­lich über 4000 Waf­feln aus 110 kg Teig ver­kauft wer­den konn­ten.

In­ter­es­san­ter Vor­trag von Stadt­bau­re­fe­rent Mi­cha­el Sto­jan

„Bau­en im Kon­text – Kon­ti­nui­tät re­gio­na­ler Bau­kul­tur“

Den Vor­trag von Stadt­bau­rat Mi­cha­el Sto­jan „Bau­en im Kon­text – Kon­ti­nui­tät re­gio­na­ler Bau­kul­tur“ se­hen wir als ers­ten Bau­stein in die­se Rich­tung. Herr Sto­jan ist nicht nur ein deutsch­land­weit be­ach­te­ter Mah­ner ge­gen die „Ver­schan­de­lung“ un­se­rer Städ­te, son­dern hat sich auf sei­nen be­ruf­li­chen Sta­tio­nen In­gol­stadt, Gü­ters­loh, Pots­dam, Glad­beck, Garb­sen und ak­tu­ell Sie­gen als Ma­cher ei­nen Na­men ge­macht. So hat er u.a. das bun­des­weit agie­ren­de NETZWERK – REGIONALE – BAUKULTUR ge­grün­det und über die STADTBILD-OFFENSIVE-SIEGEN den Bür­gern in Sie­gen die Mög­lich­keit ge­bo­ten, sich „ge­mein­sam ak­tiv für ei­ne schö­ne Stadt“ ein­zu­set­zen. Herr Sto­jan zeig­te in sei­nem Vor­trag nicht nur ge­lun­ge­ne oder we­ni­ger ge­lun­ge­ne Bei­spie­le für Bau­en im Kon­text, son­dern be­rich­te­te auch von sei­nen Er­fah­run­gen mit Bür­ger­be­tei­li­gung und der Mit­nah­me der Bür­ger in den Stadt­ge­stal­tungs­pro­zess in der Stadt Sie­gen.

Falls Sie die Ver­an­stal­tung ver­passt ha­ben, kön­nen Sie die­se ger­ne hier on­line an­se­hen.

2. Für­ther Graff­lmarkt 2016

22 Uhr? Dan­ke! Nicht mit uns!

Der Graff­lmarkt am 16./17. 9. 2016 fand erst­mals oh­ne uns statt.

nichtmituns2

Der Alt­stadt­ver­ein Fürth hat vor vie­len Jah­ren den über­re­gio­nal be­kann­ten und be­lieb­ten Graff­lmarkt in der Für­ther Alt­stadt ins Le­ben ge­ru­fen und sorgt seit dem mit ho­hem eh­ren­amt­li­chen En­ga­ge­ment für ei­ne at­trak­ti­ve Mar­k­aus­rich­tung rund um den Waag­platz. Ne­ben ei­nem viel­fäl­ti­gen gas­tro­no­mi­schen An­ge­bot, ver­leiht der Alt­stadt­ver­ein sei­ne Büh­ne, or­ga­ni­siert die Mu­sik am Waag­platz und stellt sei­ne Räum­lich­kei­ten in der Frei­bank der Se­cu­ri­ty zur Ver­fü­gung, die den Markt über­wacht.

Dies hat all die Jah­re re­la­tiv rei­bungs­los und in gu­ter Zu­sam­men­ar­beit mit der Stadt Fürth funk­tio­niert.

Nach­dem ei­ni­ge we­ni­ge An­woh­ner der tra­di­ti­ons­rei­chen Wirts­haus­kul­tur in der Alt­stadt den Kampf an­ge­sagt ha­ben und zum gro­ßen Leid­we­sen der Stadt­ge­sell­schaft die Für­ther Stadt­ge­sel­lig­keit Scha­den zu neh­men droht, sind auch und vie­le an­de­re Fes­te und Ver­an­stal­tun­gen im Fo­cus der „geis­ti­gen Un­ru­he­stif­ter“ ge­langt.

Die Po­li­tik hat es lei­der zu­ge­las­sen, dass sol­chen Quer­trei­bern mit der TA Lärm und an­de­ren Lärm­schutz­vor­schrif­ten recht­li­che In­stru­men­te in die Hand ge­ge­ben wur­den, mit de­nen sie ih­re Kla­ge­lust aus­le­ben kön­nen und die es un­se­rer Jus­tiz schwer ma­chen, auf Kla­gen ein an­ge­mes­se­nes und für die brei­te Mehr­heit der Bür­ger nach­voll­zieh­ba­res Ur­teil zu spre­chen.Grafflmarkt 2016-25

Die Stadt Fürth hat nun ein Ur­teil zu ei­ner Kla­ge ei­nes ein­zi­gen An­woh­ners am Waag­platz um­ge­setzt und ei­nen Be­scheid er­las­sen, in dem ge­for­dert wur­de,

  • dass die Mu­sik am Waag­platz um 22.00 auf­hö­ren muss zu spie­len,
  • dass der Alt­stadt­ver­ein nur bis 22.00 Ge­trän­ke und Spei­sen aus­ge­ben darf und gleich­zei­tig bis 22.00 die ge­sam­ten Aus­schanku­ten­si­li­en inkl. Glä­ser u.a. weg­ge­räumt und die Bän­ke hoch­ge­stellt sein müs­sen,
  • das auch in den Räum­lich­kei­ten je­der Ver­kauf von Ge­trän­ken und Spei­sen an Gäs­te ein­ge­stellt sein muß und zu­letzt
  • dass kein Gast nach 22.00 noch Ge­trän­ke oder Spei­sen auf dem Waag­platz kon­su­mie­ren darf, die der Alt­stadt­ver­ein aus­ge­ge­ben hat.
2016-Graffl-Sept

Ein Schlaf­lied für den Heim­weg

Zu­wi­der­han­deln ge­gen je­de ein­zel­ne Vor­schrift wird je­weils mit ei­ner Ord­nungs­stra­fe in Hö­he von 750,- be­legt.

Der Alt­stadt­ver­ein über­lässt es je­dem selbst zu ent­schei­den, ob sol­che Vor­schrif­ten in Sum­me über­haupt prak­tisch ein­zu­hal­ten und um­zu­set­zen sind, von der Sinn­haf­tig­keit die­ses Be­schei­des ein­mal ganz zu schwei­gen.

Schwe­ren Her­zens hat sich der Alt­stadt­ver­ein Fürth ent­schie­den, un­ter die­sen Um­stän­den auf ei­ne ak­ti­ve Teil­nah­me am dies­jäh­ri­gen Graff­lmarkt zu ver­zich­ten und da­mit ein Zei­chen für den Er­halt der Für­ther Fest- und Ge­sel­lig­keits­kul­tur zu set­zen!

Dem Alt­stadt­ver­ein Fürth ist durch­aus klar, dass die Ver­säum­nis­se der Lan­des­po­li­tik in punk­to dif­fe­ren­zier­ter Lärm­schutz nun der Kom­mu­nal­po­li­tik, in die­sem Fall der Stadt Fürth,  auf die Fü­ße fal­len und die Stadt Fürth die be­reits ge­spro­che­nen Ur­tei­le mit die­sem Be­scheid zum jet­zi­gen Graff­lmarkt nur um­setzt. Ein Ver­ste­cken hin­ter der Jus­tiz kann es un­se­rer Mei­nung aber für die Stadt Fürth nicht ge­ben und auch Sym­pa­thie­be­kun­dun­gen mit Wir­ten und Fest­ver­an­stal­tun­gen al­lei­ne rei­chen un­se­rer Mei­nung nicht aus. Der Alt­stadt­ver­ein Fürth for­dert die Stadt Fürth auf, Ih­re Be­mü­hun­gen in Rich­tung dif­fe­ren­zier­ter Lärm­schutz­vor­schrif­ten auf Ebe­ne der Lan­des- und mit­un­ter auch Bun­des­po­li­tik deut­lich zu in­ten­si­vie­ren.

Fehlt noch ein Buch im Regal?

Soll­te die Stadt Fürth mit die­sen Be­mü­hun­gen er­folg­reich sein und ei­ne Be­wir­tung am Waag­platz un­ter ver­nünf­ti­gen Be­din­gun­gen wie­der  mög­lich sein, wird der Alt­stadt­ver­ein Fürth und sei­ne sämt­lich eh­ren­amt­lich tä­ti­gen Mit­glie­der den Graff­lmarkt wie all die Jah­re frü­her tat­kräf­tig un­ter­stüt­zen.

Am nächs­ten Graff­lmarkt wird es kei­ner­lei öf­fent­li­chen Aus­schank ge­ben und auch die mu­si­ka­li­sche Un­ter­hal­tung wird nicht mehr vom Alt­stadt­ver­ein or­ga­ni­siert wer­den. Statt­des­sen be­ab­sich­ti­gen wir , auch die Graff­lmarkt – Be­su­cher vor Ort dar­über zu in­for­mie­ren, war­um sich der Alt­stadt­ver­ein an die­sem Graff­lmarkt nicht be­tei­li­gen kann. Da­zu ist ge­plant , In­for­ma­ti­ons­pla­ka­te und ein grö­ße­res Ban­ner aus- bzw. auf­zu­hän­gen. Mot­to wird sein: „Dan­ke Herr „An­woh­ner“ –  22.00 – Nicht mit uns!“

Pres­se­be­richt nordbayern.de vom 16.08.2016 – Frust pur: Alt­stadt­ver­ein steigt aus Graff­lmarkt aus

Pres­se­be­richt nordbayern.de vom 16.09.2016 – Pro­test und Por­zel­lan: Der Für­ther Graf­fel­markt läuft