Eingang Wilhelm-Löhe-Geburtshaus

Wilhelm-Loehe-Geburtshaus_Torbogen_003Das Wilhelm-Löhe Geburtshaus ist ein Eckhaus, Königstraße 27. Das Anwesen besteht aus dem Wohnhaus und zwei Anbauten mit einem kleinen dazwischen liegenden Hof auf der rückwärtigen Seite entlang der Wilhelm-Löhe Straße (früher Schützen- oder Schrotgasse). Es ist Teil der historischen Altstadt von Fürth, die weitgehend noch in ihrer mittelalterlichen Grundstruktur erhalten ist. Die untere Königstraße war früher eine Hauptachse der Altstadt und lange Jahre auch Bundesstraße B8 mit entsprechendem Durchgangsverkehr.

In dem Eckhaus wurde am 21. Februar 1808 Wilhelm Löhe, evangelischer Pfarrer und Begründer der Neuendettelsauer Anstalten, geboren. 2008 — im Löhe-Gedenkjahr – erwarb Familie Bär, die beruflich und ehrenamtlich mit der Diakonie verbunden ist, das Gebäude. Sie haben das Haus mit viel Engagement und privatem Einsatz liebevoll saniert und das Löhe-Geburtszimmer der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Altstadtverein hat die Sanierung unterstützt und sich mit 4.000,00 Euro die Wiederherstellung des Torbogens gefördert.

Das Gebäude wurde Ende des 17 Jahrhunderts errichtet. 1788 ging es in den Besitz von Johann Löhe, dessen Ehefrau Maria Clara Waldhelm das Haus in die Ehe brachte. Das Haus wurde um zwei Anbauten ergänzt.

Die wenigen erhaltenen Ausstattungsdetails lassen die Vermutung zu, dass sie in der Epoche des Klassizismus erbaut wurde. Der kleinere Anbau dient der separaten Erschließung der Wohnungen in den oberen Geschossen. Dieser Anbau wurde notwendig, als das Erdgeschoss gewerblich genutzt wurde. Vermutlich wurden die beiden Anbauten gleichzeitig errichtet.

Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts bis 1996 war in diesem Gebäude eine Bäckerei ansässig. Im Zuge dieser Nutzung wurden tiefgreifende bauliche Änderungen ausgeführt.

1867 Verlegung des Backofens in das Haus, dadurch schwerwiegende bauliche Eingriffe.

1882 wurde der Anbau des Mehllagers aufgestockt. Der First des Pultdachs bleibt bestehen und die Dachneigung wurde verringert durch Backofeneinbauten

1889 wurden in zwei Kellerräumen Lichtschächte eingebaut.

In den 1890 er Jahren wurden die ersten Eingriffe in das Kellergewölbe vorgenommen, um einen Backofen einzubauen. Dafür wurde das Gewölbe teils herausgebrochen. Der Backofen wurde vom Erdgeschoß aus beheizt und beschickt.

1905 wird ein Plan für die Fenstervergrößerung des Anbaus des Mehllagers eingereicht

1914 wurde die Backstube modernisiert. Im Anbau, der die Backstube beherbergt, wurde die Decke über dem Erdgeschoss tiefergelegt und durch eine Massivdecke ersetzt. Durch die Veränderung der Raumhöhe mussten die Erdgeschossfenster nach unten versetzt werden. Ebenso wurde der Fußboden des Erdgeschosses tiefergelegt. Im Haupthaus wurde im Erdgeschoss die ehemalige rückwärtige Außenwand in einer Höhe von ca. 3,4 m und in der Länge von ca.4,0 m herausgebrochen. Die Lasten des Daches, des 1.0bergeschosses und der Mehlkammer werden durch einen Träger aufgenommen. Die Beschickung des Backofens erfolgte jetzt im Haupthaus, da die Backstube im Erdgeschoss vergrößert wurde. Die ausgeführten Maßnahmen griffen stark in das bestehende intakte Gefüge ein.

Weiter Informationen finden Sie direkt beim Wilhelm-Löhe-Geburtshaus in Fürth.