Altstadtverein St. Michael Fürth

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Ausgabe 38


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Jahresbericht Altstadtverein 2002/2003

Der Jahresbericht muß dieses Mal aus Platzgründen sehr knapp ausfallen, wer mehr wissen will, der komme zur Jahreshauptversammlung im März. Die Mitgliederentwicklung stagnierte leider im Berichtszeitraum (Dezember 2002 – November 2003), dafür sind unsere Finanzen nach wie vor wohlgeordnet, um nicht zu sagen glänzend, und das (fast) ohne Zuschüsse seitens der öffentlichen Hand: Lediglich für das Kulturprogramm zur Altstadtweihnacht erhält der Verein einen kleinen Zuschuß, den wir aber fast vollständig an die Stadt zurückgeben, indem wir das Musikprogramm zum Grafflmargd unterstützen. Der letztjährige Weihnachtsmarkt war wie immer ein großer Erfolg. Der Besuch – gemessen an Umsatz und Gewinn unserer Buden - bewegte sich auf Rekordniveau. Die Altstadtweihnacht zieht nicht nur Menschen in unsere schöne Altstadt, sondern ist ein wichtiges finanzielles Standbein des Vereins. Einflußversuche, die auf eine Abänderung des Konzeptes oder die auf die Auswahl der Stände abzielen, werden zumindest solange auf Granit beißen, wie ich den Vorsitz innehabe. Besonderen Dank für die Durchführung geht an die fast 120 Helfer, an die Feuerwehr Vach, an die 44 Aussteller und vor allem an Herbert Regel - der jüngst seinen Siebzigsten feierte - und Robert Schönlein, die den Löwenanteil der Arbeit ableisteten.

Die Jahreshauptversammlung im März 2003 war durchschnittlich besucht (etwas mehr könnten es schon sein), der Vorstand wurde genauso einstimmig entlastet wie gewählt. Neu im Vorstand sind Hella Heidötting, Kathrin Kimmich sowie Gaby Köpplinger. Auch bei den Grafflmärgden konnten wir steigenden Zuspruch vermelden. Bei beiden Grafflmärgden ist uns schon freitags um 23 Uhr das Bier ausgegangen, obwohl deutlich mehr wie letztes Jahr bereitstand. In der Freibank wird jetzt immer Graffl angeboten, vor dem Gebäude zusätzlich zum traditionellen Leberkäse auch Kuchen und Kaffee. Nachdem unsere bewährten Kräfte Liselotte Penkert und Renate Haake in diesem Jahr verhindert waren, stellten Kuchen und Kaffee Hella Heidötting, Gabriele Köpplinger und Kathrin Kimmich zur Verfügung. Bei der Musikauswahl für den Grafflmargd versuchen wir einen Mittelweg zu finden: Bei einer Veranstaltung wie dem Grafflmargd kommen natürlich reine Coverbands am besten an („Coverbands“ spielen Hits möglichst orginalgetreu nach). Auf der anderen Seite wollen wir aber auch originelle Musik, die in der Hauptsache von der künstlerischen Eigenleistung der Bands lebt. Ein Mittelweg sind hier beispielsweise Bands, die Hits nicht genau nachspielen, sondern eigenständig interpretieren. 2003 kamen Kokopelli, Ronnie, Sonnie&Shotguns und die Saitenspinner zum Zuge.

Im Mai fand ein Rundgang durch die Altstadt mit Oberbürgermeister Thomas Jung, Stadtbaurat Joachim Krauße und weiteren Vertretern aus Bau- und Ordnungsamt statt, bei dem mehrere Mißstände angesprochen wurden und teilweise auch schon beseitigt werden konnten. Die Eröffnung des „Lim“ in der Gustavstraße unterstützten wir tatkräftig, wir stellten für die Eröffnungsfeier Strom, Wasser und unser Buden vom Weihnachtsmarkt zur Verfügung.

Für unser geplantes Museum holten wir eine Kostenvoranschlag durch einen Architekten ein, allerdings müssen wir das Projekt zunächst auf Eis legen, da noch rechtliche Fragen geklärt werden müssen.

In den Räumlichkeiten der Freibank haben wir umfangreiche Renovierungen und die Verbesserung des Aufhängesystems für die Bilder vorgenommen.

Die geplante Umfrage im Altstadtviertel zur (Un-)Zufriedenheit mit dem Wohnumfeld durch Professor Krüger verschoben wir auf 2004, weil die Fertigstellung des Grünen Marktes abgewertet werden soll.

Für 2004 ist zudem die Herstellung eines repräsentativen Fürth-Plakats nach einem Muster aus Würzburg geplant (das Vorbild ist in unserem Schaukasten am Durchgang Königstraße 65 zu sehen), der Fotowettbewerb läuft derzeit.

Für geschlossene Gruppen habe ich auf Anfrage einige Stadtführungen abgehalten.

Wir haben uns erfolgreich für die Renovierung der „Stadtparkvilla“ (O.-Seeling Promenade 33) eingesetzt, die nun trotz der angespannten Finanzlage durchgeführt wird.

Für die Nichtsesshaften und ähnliche soziale Problemfälle im Viertel haben wir ein „Microprojekt“ im Rahmen eines Programmes für soziale Zwecke beantragt, was allerdings vorerst abgelehnt wurde, weil die Sache nicht so recht in die Förderrichtlinien paßte.

Wir finanzieren eine Broschüre über jüdische Stiftungen in Fürth, (s. entsprechenden Artikel) und auch eine Edition von Briefen des Fürther Schriftstellers Jakob Wassermann.

Zu den Aktivitäten der Arbeitsgruppe Archäologie und den Ausstellungen in der Freibank verweise ich auf die gesonderten Artikel.

Ich wünsche allen Lesern ein gesegnetes Weihnachtsfest, einen guten Rutsch und ein gesundes, glückliches Jahr 2004.

 

Dr. Alexander Mayer
1. Vorsitzender

Copyright - Altstadtverein St. Michael Fürth 2004