Altstadtverein St. Michael Fürth
Altstadtbläddla
|
Ausgabe 35 |
|
Weikershof Der Ort Weikershof liegt im Fürther Süden in der äußeren Schwabacher Straße, dort weist ein Schild zu diesem ältesten und kleinsten Vorort. Wenige hundert Meter nach der Kanalbrücke, in südlicher Richtung, führt rechts von der Lichtsignalanlage eine Straße (Ginsterstraße) in dem Ortskern. Die Straße ist eine Sackgasse und endet mitten im Ortskern. Weikershof ist bäuerlich geprägt und hat seine Ursprünglichkeit bis heute bewahrt. Es gibt in Fürth Leute, die kennen Deutschland und die weite Welt, aber waren noch nie in Weikershof, obwohl es seit Menschengedenken ein Bestandteil der Stadt ist. Die Anfänge Im Jahre 1269 wird Weikershof bereits in einer Urkunde des Nürnberger Burggrafen Friedrich III. als Wikershoven genannt. Die Schreibweise des Ortsnamen wird etwa im Jahre 1430 als Weyckershoffen, 1587 Weickershof, genannt. Der Ortsname leitet sich vermutlich von einer Person namens Wicher ab. 1557 aus drei nürnbergerischen Höfen bestehend. Im Jahre 1753 gehörte neben Atzenhof, Bremerstall, Dambach, Doos, Eberhardshof, Flexdorf, Gebersdorf, Gaismannshof, Höfen, Groß- und Kleinreuth, Leyh, Mannhof, Muggenhof, Ober- und Unterfürberg, Poppenreuth, Schniegling, Schweinau, Stadeln, Unterfarrnbach und Wetzendorf, zum Hofmarksgericht und Geleitsamt Fürth. Es wird vermutet, dass Weikershof noch früher schon zu der ehemaligen Hofmark Fürth gehörte, da der Ort in Verbindung mit Groß- und Kleinreuth stand, welche nachweisbar nach Fürth zinspflichtig waren und auch wegen seiner Lage.
Anschluß Am 01.01.1899 wurde ein Teil der Gemeinde Höfen und der Ortschaft Weikershof mit 11 Familien und 67 Einwohnern nach Fürth eingemeindet. Der Gebäudebestand betrug damals 8 Bauernhäuser. Mit Teilen von Höfen umfaßte der Gemeindebereich etwa 100 ha, die Einwohnerzahl betrug 64 und heute etwa 145 Einwohner (Stand 31.12.99). Es gibt heute nur noch zwei landwirtschaftliche Vollbetriebe, das ist der Rest der hiesigen Landwirtschaft. 1927 wurde Weikershof an das Wasserversorgungsnetz der Stadtwerke Fürth angeschlossen. 1945 wurde Weikershof durch einen Fliegerangriff auf die benachbarte Kaserne erheblich zerstört. Eine Erweiterung des Dorfes ist nicht möglich, da dies in der engeren Schutzzone der Wasserfassung Fürth liegt, auf Grund strenger gesetzliche Bestimmungen. Weikershof wird von der Buslinie 67 nach Stein/Nürnberg-Frankenstrasse durch die Haltestelle in der Schwabacher Strasse versorgt. Östlich und südlich des Ortskern haben sich in den letzten Jahren an der Schwabacher Straße sehr viele Unternehmen (Autohaus Graf, Kurz, Barthelmess und sonstige) angesiedelt. Nach dem Abzug der Amerikaner aus der Johnson-Barraks wurden die Kasernen abgerissen und ein neues Gewerbegebiet östlich der Schwabacher Strasse erschlossen. Robert Schönlein |