Altstadtverein St. Michael Fürth

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Ausgabe 35


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Stütze des Storchen

Der Schornstein, der vor 40 Jahren regelmäßig von einem Storchenpaar bewohnt war und nach langer Unterbrechung erst seit zwei Jahren wieder als Brutplatz genutzt wird, war vom Abriß bedroht. Diese Darstellung kann dem Zeitungsartikel der FN vom 05.04.2000 entnommen werden. Grund für den Abriß war die Baufälligkeit und der daraus resultierende überdimensionale Kostenaufwand von 70.000,-DM als Schätzzahl plus Nebenkosten und Unsicherheiten.

Die Eigentümerin, Frau Edda Harnisch, sah sich außerstande diese Kosten aufzubringen und ein Ende des Storchenschlotes schien sich anzubahnen. Zum Zeitpunkt des o.g. Artikels wurden Gregor Diekmann und Peter Forster vom Planungsbüro der Diekmann & Frau GmbH, ansässig in der Altstadt, auf den Vorgang aufmerksam. Nach eingehender Diskussion zu möglichen Lösungsschritten ermittelten wir Ansätze zur Sanierung mit Kosten. Das Ergebnis lautet 47.000,-DM mit allen Nebenkosten.

Deshalb nahmen wir mit Herrn Herbert Schlicht, dem 1. Vorsitzenden, Landesbund für Vogelschutz, Kreisgruppe Fürth Stadt/Land, Kontakt auf, um die weitere Vorgehensweise abzustimmen. Wir waren uns einig, daß der Storchenschlot unbedingt erhalten werden muß. Zudem er noch als eines der letzten Industriedenkmäler aus der "Stadt der tausend Schlote" übriggeblieben ist. Desweiteren ist es eine Besonderheit, daß Weißstörche im Zentrum der Großstadt Fürth ihr Domizil haben. Der Schlot kann nun aufgrund des persönlichen Einsatzes von Herbert Schlicht, Peter Forster und Gregor Diekmann und nach eingehender Überzeugungsarbeit gegenüber der Eigentümerin, Frau Edda Harnisch, saniert werden. Durch die gemeinsame Initiative zur Sanierung und Erhaltung der Brutstätte und des Industriedenkmals können nun die Arbeiten am Schornstein beginnen.

Foto: Der Schlot hinter der Gustavstraße 16 wurde schon vor dem Ersten Weltkrieg von Störchen als Brutplatz benutzt, wie die Paul Rieß Chronik verrät. Foto: A. Mayer.

Da die Resonanz in der Bevölkerung zur Erhaltung des Storchenschlotes außerordentlich groß ist, hoffen wir auf die nötige Unterstützung, um die notwendigen Mittel (von ca. 50.000,-DM) aufbringen zu können. Bisher sind durch Spenden und Zuschüsse ca. 27.500,-DM abgesichert. Der Rest muß mit (weiteren) Spenden abgedeckt werden.

Für Spenden ist ein Konto eingerichtet worden:
Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
Storchenschlot Gustavstraße, Sparkasse Fürth, Kto-Nr.: 99 80 400, BLZ 762 500 00,

(Überweisungsträger erhalten Sie z.B. bei;
Sparkassenfiliale am "Grünen Markt", Königstraße 42, 90762 Fürth.
Herbert Schlicht, Finkenschlag 66, 90766 Fürth.
Diekmann & Frau GmbH, Heiligenstraße 5, 90762 Fürth
- und bei verschiedenen Geschäften im Umfeld)

Die finanzielle Abwicklung wird treuhänderisch Herbert Schlicht übernehmen. Die Spender erhalten ab 50 DM eine Spendenquittung. Ab 250,-DM werden Spender auf einer Storchenschlot-Tafel namentlich genannt. Die Tafel wird am Anwesen Gustavstraße 16 gut sichtbar angebracht. Im Frühsommer ist ein Storchenfest am Schlot vorgesehen. Alle Spender werden dann namentlich bekanntgegeben. Weitere Unterstützung erhält das Projekt noch von:
- Stadt Fürth,
- Herrn Oberbürgermeister Wilhelm Wenning
- Frau Angelika Merker, Lehrerin an der Maischule, Urheberin des Storchenbuches mit den Kindern der Klasse 3a.
- Fürther Nachrichten

Mit der Sanierung wird in den nächsten Wochen begonnen. Bei der Rückkehr der Störche aus Afrika, Mitte März 2001, ist die Maßnahme abgeschlossen.

Die Hauseigentümerin Frau Edda Harnisch sichert vertraglich zu, daß der Nistplatz für mindestens 15 Jahre gesichert ist und öffentlich zugänglich bleibt.

Für die Reinigung der umliegenden Dächer und Dachrinnen wird noch eine Reinigungsfirma gesucht, die im Rahmen einer Patenschaft die regelmäßig anfallenden Arbeiten übernimmt und größtenteils aus Fördermitteln und Spenden finanziert werden sollen.

Herbert Schlicht

Gregor Diekmann

 

 

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