Altstadtverein St. Michael Fürth
Altstadtbläddla
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Ausgabe 34 |
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Steinzeug Made in Unterschlauersbach
Unterschlauersbach, da denkt der historisch Interessierte erst einmal an die wunderbare 850 Jahre alte Mühle, die dort bis 1981 stand und nach dem Abbau im Fränkischen Freilandmuseum Bad Windsheim wiederaufgebaut wurde. Dort ist sie nun der Glanzpunkt dieses ansonsten schon einmaligen Museums. Wer heute die überdimensionierte Staatsstraße durch das Örtlein nahe Großhabersdorf fährt, der kommt an der Hausnummer 24 vorbei, einem alten Bauernhof, in dem sich die Töpfermeisterin Edith Lins niedergelassen hat. Steinzeug ist ihre Spezialität. Stilistisch wirken die schönen Dinge im Verkaufsraum solide und bodenverbunden, Erdfarben überwiegen, die Muster sind meist gerädelt. Die Glasuren werden von Edith Lins auf Feldspat- und Quarzbasis selbst hergestellt, die Farben bestehen aus Metalloxiden, ohne Blei versteht sich. Die fertigen Stücken sind zweifach gebrannt, einmal mit 960 Grad und ein weiteres Mal mit 1300 Grad, danach absolut dicht und fast so hart wie Porzellan. Die Töpfermeisterin hat in Unterschlauersbach sogar einen Markt wiederbelebt. Sie erfuhr von einem alten Marktrecht und öffnete am Totensonntag ihre Werkstatt. Inzwischen sind andere Stände hinzugekommen, die jedes Jahr eine Woche vor dem 1. Advent an der Kirche stehen. Von Beginn an, seit 20 Jahren, ist Edith Lins bei der Fürther Altstadtweihnacht dabei. Schon 1979 kurz vor der Meisterprüfung - drehte sie zur Laden-Eröffnung von Spiel und Kunst"; abgesehen davon lieferte Frau Lins kleinere Stempel für dieses Kleinod in der Waagstraße, das nun für immer seine Pforten geschlossen hat. Die Mitinhaberin Ingrid Burkert war auch die Initiatorin für den Weihnachtsmarkt und so kam die Töpfermeisterin auf die Altstadtweihnacht, wo sie damals wie heute gerne verkauft und arbeitet. Wie sehen sie auch gerne bei uns, vor allem, da sie ihr Handwerk auch vorführt. Alexander Mayer |